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Sensorreinigung

Seit einiger Zeit überlege ich nun schon, den Sensor meiner Kamera (Canon EOS 70D) reinigen zu lassen. Nach nunmehr mehr als zwei Jahren Nutzung mit vielen Objektivwechseln und auch dem Einsatz von Zoomobjektiven, erscheint dies sinnvoll.

Zuletzt hatte ich ein Angebot eines Münchener Fotografiegeschäfts gelesen, dass für die Sensorreinigung einen Tag benötigt und knapp 40 Euro verlangt.

Bevor ich nun dorthin gefahren bin, habe ich mir drei Videos zur Sensorreinigung auf Youtube angesehen, um herauszufinden, was bei einer Sensorreinigung genau geschieht.

Nach der Durchsicht der drei Videos war ich mir aber relativ sicher, dass ich die Sensorreinigung auch selbständig durchführen kann.

VisibleDust, Sticks für die Sensorreinigung
VisibleDust, Sticks für die Sensorreinigung

Für die Sensorreinigung benötigt man staubfreie Reinigungspads sowie eine Reinigungsflüssigkeit. Bei Amazon habe ich hierzu ein Reinigungsset von VisibleDust mit vier Reinigungspads sowie einem kleinen Fläschchen mit Reinigungsflüssigkeit für Euro 26,00 erworben (siehe Bild). Es handelt sich um die orangene Version der Reinigungspads. Es gibt auch noch eine grüne Version, die wohl etwas „härter“ ist.

ACHTUNG: Im Folgenden wird die Reinigung des Sensors beschrieben. Ich übernehme kein Gewähr, dass dies bei Befolgen der Schritte zu keinem Schaden führt. Bitte führt diese Schritte nur dann durch, wenn ihr sicher seid, dass ihr wisst, was ihr da tut. Die Sensorreinigung kann bei fehlerhafter Anwendung zur Schädigung des Kamerasensors führen.

Zur Reinigung muss zunächst ein voller Akku in die Kamera gesteckt werden. Im Menü der Canon-Kamera wird anschließend die manuelle Sensorreinigung ausgewählt. Dadurch klappt der Spiegel dauerhaft herunter und der Sensor ist (nach Entfernen des Objektivs) frei zugänglich.

Nun wird das Reinigungspad mit zwei Tropfen der Reinigungsflüssigkeit befeuchtet, und zwar wirklich nur befeuchtet. Der Reinigungspad wird mit der befeuchteten Stoffseite über den Sensor gezogen. Anschließend kann mit einer Taschenlampe geprüft werden, ob noch Staub auf dem Sensor ist. Ggf. kann dann noch einmal darüber gezogen werden (den Pad nicht drehen, da ansonsten der Staub wieder auf den Sensor gestrichen wird). Ggf. muss auch ein neuer Pad verwendet werden, wenn wirklich viel Staub auf dem Sensor ist.

Die Reinigung dauert im Endeffekt 5 bis 10 Minuten. Wenn man das regelmäßig macht, dürfte sich auch nicht viel Staub auf dem Sensor ablagern und so eine normale leichte Reinigung machbar sein.

Aber noch einmal verweise ich auf meine obige Warnung, dass die Reinigung immer auf eigene Gefahr durchgeführt werden muss und ich keine Gewähr übernehme, dass die Reinigung nicht zur Beschädigung der Kamera führt.

Ersatzakku für Canon LP-E6

Immer wieder liest man in Internetforen, dass von Ersatzakkus für digitale Spiegelreflexkameras abgeraten wird und stattdessen lieber die originalen Akkus der Kamerahersteller (z. B. Canon, Nikon, etc.) gekauft werden sollen. Hintergrund sei, dass nur die originalen Akkus über lange Zeit eine ordentliche Kapazität aufweisen würden.

Ich sehe das aus Erfahrung anders.

Canon EOS 70D mit zwei Ersatzakkus
Canon EOS 70D mit originalem und Ersatz-Akku

Alter der Akkus

Fast zeitgleich mit dem Kauf meiner DSLR Canon EOS 70D Anfang 2014 habe ich einen Ersatzakku eines Drittherstellers über Amazon gekauft, da mir ein Akku ab und an nicht reicht und ich daher lieber einen zweiten Akku zur Sicherheit unterwegs dabei habe.

Der originale Akku LP-E6 sowie der Ersatzakku von ayex sind nun also über zwei Jahre alt und werden regelmäßig und relativ gleichmäßig genutzt. Ein Vergleich ist daher im Folgenden durchaus möglich.

Im Übrigen habe ich bereits zwei Ersatzakkus von Drittherstellern für meine ältere Canon EOS 400D erworben und hierbei gute Erfahrungen gemacht. Die Akkus dieser Kamera dürften mittlerweile um die 8 bis 10 Jahre alt sein und sind noch immer nutzbar.

Leistung

Der originale Canon LP-E6 Akku weist laut Angabe auf dem Akku 1.800 mAh sowie 13 Wh aus. Der Ersatzakku von ayex weist auf dem Akku ebenfalls 1.800 mAh sowie 12,9 Wh aus.

Im Jahr 2015 habe ich mit dem Ersatzakku von ayex eine Hochzeit ganztags begleitet und mit diesem Akku über 1.300 Fotos (RAW-Format, hauptsächlich ISO 100 und 200, kein Live-View-Modus) am Stück aufgenommen. Das ist eine hervorragende Leistung für einen Ersatzakku, insbesondere, da der Akku noch Kapazität hatte, als ich aufhörte zu fotografieren.

Im April 2016 habe ich mit diesem Ersatz-Akku von ayex eine Taufe begleitet und über 600 Fotos aufgenommen, vornehmlich im Bereich von ISO 400 bis 1600 sowie unter gelegentlicher Nutzung des Live-View-Modus. Der Akku von ayex hatte noch Kapazität, als ich aufhörte zu fotografieren.

Aus meiner Erfahrung heraus schaffe ich rund 600 bis 1.000 Fotos mit dem originalen Akku von Canon, bevor dieser leer ist.

Ich denke also, dass die Leistung des Ersatzakkus von ayex gleich mit der des originalen Akkus von Canon ist. Auch über die Laufzeit von nunmehr mehr als zwei Jahren ist kein Leistungseinbruch im Vergleich zum originalen Canon zu merken. Beide Akkus verhalten sich in der Alterung also vergleichbar.

Auch bei meinen alten Akkus für die Canon EOS 400D kann ich sehen, dass die Leistung nach mittlerweile 8 bis 10 Jahren sowohl bei dem originalen Akku von Canon als auch bei den beiden Ersatzakkus dritter Anbieter die Leistung identisch ist. Alle drei Akkus haben den gleichen Leistungsverlust und halten entsprechend vergleichbar lange.

Kosten

Was für die Verwendung eines Ersatzakkus von einem Dritthersteller spricht, ist definitiv der Preis. So finden sich z. B. über Amazon LP-E6 Akkus von Drittherstellern ab rund 15 Euro, während der originale Akku von Canon rund 70 Euro kostet.

Der LP-E6 Akku von ayex kostet auf Amazon rund 20 Euro. Das ist also weniger als ein Drittel des Preises für einen originalen Canon-Akku. Oder anders gesagt: ich kann drei Ersatzakkus kaufen und habe ich immer noch weniger ausgegeben, als wenn ich einen originalen Akku von Canon erwerbe.

Immer wieder wird abgeraten, keine allzu billigen Ersatzakkus zu erwerben, sondern lieber Ersatzakkus im mittleren Preissegment. Daran könnte etwas dran sein, ich kann jedoch hierbei nicht aus Erfahrung sprechen, da mir noch kein schlechter billiger Ersatzakku untergekommen ist.

Fazit

Nach meiner Erfahrung rentiert es sich durchaus, einen Ersatzakku anstelle des originalen Kameraakkus zu erwerben. Der Empfehlung, nicht den allzu billigsten Ersatzakku zu kaufen, würde ich mich dabei anschließen, wenngleich ich noch keine schlechte Erfahrung mit den Ersatzakkus gemacht habe. Hilfreich kann es sein, auf die Benutzerbewertungen zu achten. Sollte mir ein Akku mal kaputt gehen oder die Leistung zu stark nachlassen, dann würde ich mir wohl wieder einen Ersatzakku von ayex holen, da dieser auch nach zwei Jahren Nutzung noch immer eine super Leistung aufweist.